Keine bessere Lehrerversorgung an der Wollenbergschule (17.11.2010)

PRESSEMITTEILUNG der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag

Datum: 17. November 2010

Wollenbergschule - Dritte Entscheidung mit der Kultusministerin Henzler nicht für mehr sondern für weniger Inklusion sorgt

Auf scharfe Kritik der Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ist die Entscheidung des Kultusministeriums gestoßen, der Wollenbergschule in Wetter weniger Lehrerinnen und Lehrer zur Verfügung zu stellen und damit die guten Konzepte zur Inklusion zu gefährden. "Nach der Aufhebung des gemeinsames Unterrichts für Kinder mit Sprachheil-Förderbedarf im Landkreis Werra-Meißner und der Nichtgenehmigung des inklusiven Schulkonzept der Römerstadtschule in Frankfurt ist das jetzt schon die dritte Entscheidung des Kultusministeriums, die nicht für mehr Inklusion sondern für weniger sorgt", so der bildungspolitische Sprecher der GRÜNEN, Mathias Wagner

"Mit viel Engagement inkludiert die Wollenbergschule immer mehr Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischen Förderbedarf und setzt damit die UN-Behindertenrechtskonvention aus eigenem Antrieb heraus um." Mit ihrer engagierten Arbeit zeige die Schulgemeinde auf, wie sich Regelschulen auf den Weg zu inklusiv arbeitenden Schulen machen könnten. "Doch anstatt die Schule hierfür zu würdigen, kürzt Kultusministerin Henzler (FDP) ihr die Ressourcen. Inklusion bleibt bei Frau Henzler nur ein Lippenbekenntnis", kritisiert Wagner.

"Während sich viele Schulgemeinden schon auf den Weg zur Inklusion gemacht haben, zeigt die Landesregierung derzeit leider keine Bemühungen auf dem Weg zu einem inklusiven Bildungssystem. Auch der Regierungsentwurf für das neue Schulgesetz ist beim Thema Inklusion und gemeinsamer Unterricht vage und völlig unzureichend. Wir GRÜNE wollen, dass die Inklusion von der Ausnahme zur Regel wird."

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