Leerstand von Gebäuden

Berichtsantrag der Fraktionen CDU, Bündnis 90/Die Grünen, Freie Wähler, FDP
betreffend

"Leerstände von Gebäuden"

 

Beschlusss:

Der Kreisausschuss wird beauftragt,

1. durch eine entsprechende Erhebung bei den Städten und Gemeinden des Kreises
festzustellen, wie viele Gebäude in den einzelnen Städten und Gemeinden unbewohnt sind bzw. leer stehen. Dabei sollte die Erhebung nach kompletten Hofreiten, oder Teilen davon wie Wohnhäusern, Ställen. Scheunen und Nebengebäuden differenziert werden. Weiterhin sollte die Erhebung nach denkmalgeschützten Objekten und sonstigen Liegenschaften unterscheiden.

2. den Kreistag über das Ergebnis der Erhebung zu unterrichten.

3. zu prüfen, ob Bestrebungen zur Einrichtung von sogenannten Kontaktbörsen zu einer effizienten Vermarktung dieser Gebäude unterstützt werden sollten, um interessierten Erwerbern eine geeignete und zentrale Anlaufstelle zu bieten.

4. zu berichten, welche Erfahrungen im Rahmen von Dorferneuerung und dem Versuch der Belebung der Ortskerne mit denkmalschutzrechtlichen Bestimmungen gemacht wurden und ob diese ggf. Entwicklungskonzepten in den Städten und Gemeinden entgegen wirken.

5. zu berichten, inwieweit bereits örtliche Konzepte und Initiativen zur Belebung der Ortskerne vorliegen bzw. daran gearbeitet wird.

 

Begründung:

In den Dorfinnenbereichen der Städte und Gemeinden im Landkreis stehen einige Häuser leer, teilweise drohen diese zu verfallen. Dies ist besonders bedingt durch zwei Ursachen: die bis heute häufig getätigten Ausweisung von Neubaugebieten am Rand der Gemeinden (Landschaftsverbrauch, Ausweitung der Infrastruktur) und die Auswirkung des demographischen Wandels und der sich verändernden Lebens- und Arbeitswelten. Besonders junge Menschen ziehen aus verschiedenen Gründen fort. Infolge dessen kommt es bei der Weitergabe der Häuser an nachfolgende  Generation zu immer mehr leer stehenden Häusern. Die Besitzer wollen die Häuser nicht verkaufen bzw. bekommen diese teilweise nicht verkauft, da die unmittelbare Umgebung unattraktiv geworden ist. Somit ergeben sich folgende Probleme:
Vernachlässigung der Ortskerne, Gefahr von dauerhaftem Leerstand, Verminderung der Attraktivität der Gemeinden, Verloren gehen erhaltenswerter Bausubstanz und Gebäudeelemente Die möglichst differenzierte Kenntnis des derzeitigen Sachstandes ist deshalb von besonderer Bedeutung, um die Lösung dieser Probleme angehen zu können.

 

Waßmuth, CDU
Laaz, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Aschenbrenner, FDP
Reitz, Freie Wähler