Offene Stadt – Akzeptanz und Integration Die GRÜNEN fordern verstärkte Integrationsanstrengungen für alle Bevölkerungsgruppen dieser Stadt, insbesondere für jene mit erschwerten Zugangsbedingungen und Migrantinnen und Migranten. Hier sind Maßnahmen der Stadt erforderlich wie auch die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Demokratie lebt vom Mitmachen. In Marburg gibt es eine Reihe von Einrichtungen, Beiräten und Initiativen, die die Teilnahme der Bürgerinnen und Bürger stärken wollen: Der Ausländerbeirat, der Behindertenbeirat, der Seniorenbeirat, das Kinder- und Jugendparlament, die AG Lokale Agenda, die Freiwilligenagentur Marburg – FAM u.a. ·     Diese Strukturen der Mitverantwortlichkeit und des bürgerschaftlichen Engagements wollen wir stärken, durch die Unterstützung ihrer Arbeit und durch mehr Transparenz bezüglich der Entscheidungen, die in der Stadt getroffen werden. Denn Bürgerbeteiligung setzt umfassende Information voraus. Insbesondere bei der Gestaltung von öffentlichen Räumen und Plätzen, sowie Kinderspiel- und Bolzplätzen  und auch bei der Gestaltung des städtischen Haushalts in Form eines „BürgerInnenhaushalts“ wollen wir die Möglichkeiten aktiver Mitgestaltung durch die Bürgerinnen und Bürger ausbauen. ·     Neben der Stärkung dieser Strukturen wollen wir uns weiterhin für die Verbesserung der Teilhabemöglichkeiten aller Bürgerinnen und Bürger in Marburg einsetzen, Bürgerrechte, die nicht für alle gelten, sind keine. Das gilt vor allem auch für jene Menschen, die vor lebensbedrohlichen Situationen nach Deutschland geflohen sind und oft schon lange hier leben. Wir wenden uns dagegen, dass sie abgeschoben werden. ·     Aus unterschiedlichen Gründen haben Frauen mit Migrationshintergrund immer noch deutlich geringere Chancen, hier ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu führen. Ein wesentlicher Grund sind die Sprachprobleme, die durch gezielt für diesen Personenkreis angebotene Deutschkurse dringend angegangen werden müssen. Weil Mitverantwortung für die Zukunft unserer Gesellschaft auch die Mitverantwortung für jene Teile der Welt umfasst, deren Bewohner in Armut leben und von der Unterstützung der reichen Industrienationen abhängig sind, setzen wir uns GRÜNEN in Marburg dafür ein, dass die Bevölkerung umfassend über fair gehandelte Produkte informiert wird und sie als Käufer und Käuferinnen dieser Produkte gewonnen werden. ·     Fair gehandelte Produkte und soziale Siegel sollen über Veranstaltungen und Informationsmaterial bekannt gemacht werden. ·     Die Stadtverwaltung und andere öffentliche Institutionen und Unternehmen in öffentlicher Hand müssen konsequent auf Produkte umstellen, die sozial- und umweltverträglich hergestellt wurden.