Ökostadt – Alternative Energien

Umweltpolitik braucht eine starke GRÜNE Lobby: Umweltkatastrophen häufen sich, die globale Erwärmung übertrifft selbst die pessimistischsten Voraussagen, auch im klimatisch ruhigen Mitteleuropa gibt es kaum ein Jahr ohne „Jahrhundertflut“. Serien von Wirbelstürmen richten ungeheure Verwüstungen an, es wird sogar Krieg um Öl im Irak geführt. Und trotz der knapper werdenden kostbaren fossilen Rohstoffreserven werden sie nutzlos zur Energieerzeugung verbrannt. Es wird weltweit nicht genug getan, um die alternativen Energien schnell genug weiter zu entwickeln und zu nutzen.
·     In Marburg werden sich die GRÜNEN weiterhin dafür einsetzen, dass alle Möglichkeiten zur Erschließung und Nutzung regenerativer Energien und zur Verminderung klimaschädlicher Emissionen konsequent ausgeschöpft werden. Diese umweltpolitischen Zielsetzungen enthalten auch bedeutsame wirtschaftliche Potentiale für die Stadt. Energiesparen ist nach wie vor die beste Art, sinnvoll mit Energiereserven umzugehen. Das größte Sparpotenzial liegt in der Modernisierung und Sanierung von Altbauten. Doch auch bei Neubauten lässt sich problemlos Energie sparen: Passiv- und Plusenergiehäuser zeigen, dass modernste Gebäudetechnik erfolgreich eingesetzt werden kann und von den Bürgern angenommen wird. Dank des Engagements der Marburger GRÜNEN in den letzten 20 Jahren ist das Bewußtsein für den sparsamen Umgang mit Energie deutlich gewachsen. Energiearmes Bauen, verbesserte Wärmedämmung, Bau von Solarkollektoren und Holzheizungen wurden intensiv durch die Energieberatungen der Stadtwerke und des Umweltamtes beworben und gefördert. Dass in den letzten vier Jahren der Gesamtenergieverbrauch der Stadtverwaltung erheblich gesunken ist, geht auch auf die Initiative der GRÜNEN zurück. Trotzdem wird nicht nur in öffentlichen Einrichtungen, sondern auch im privaten Bereich immer noch viel zu viel Energie verschwendet.


Die GRÜNEN werden deshalb in den nächsten 5 Jahren die folgenden Ziele verfolgen: ·     In Maßnahmen zur Wärmedämmung und zur energetischen Modernisierung von Gebäuden und Energieanlagen der Stadt Marburg und ihrer Unternehmen muss weiterhin investiert werden. ·     Für alle Neubauten der Stadt und ihrer Unternehmen soll künftig der Passivhausstandard gelten. So kann Marburg sich auch zukünftig erfolgreich als Vorreiter innovativer Klimaschutzmaßnahmen profilieren. Das nützt dem Klima und dem Handwerk. ·     Öffentliche Einrichtungen sollten künftig grundsätzlich auf Stand-by-Geräte verzichten. Außerdem fordern wir dazu eine Informationskampagne zur Sensibilisierung der Bürger und Bürgerinnen. ·     Die Straßenbeleuchtung soll auf effizientere Formen umgerüstet und eine Strom sparende Ampeltechnik eingerichtet werden. Das ist nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch sinnvoll. ·     Die Möglichkeiten der Bauleitplanung und der Energieberatung müssen genutzt werden, um Energiesparpotentiale auch bei privaten und gewerblichen Bauten zu realisieren. Die rot-GRÜNE Bundesregierung hat mit dem Energieeinspargesetz öffentliche Einrichtungen dazu verpflichtet den Energieverbrauch durch den Energie-Gebäudepass zu dokumentieren. Er soll in öffentlichen Gebäuden wie Rathäusern, Schulen und Krankenhäusern über den Energieverbrauch und den Energiestandard des Gebäudes informieren. ·     Die Marburger GRÜNEN fordern, dass ein Gebäudepass auch in den Betriebs- und Geschäftsräumen der städtischen Beteiligungsunternehmen ausgehängt wird. Obwohl die Kohleförderung nach wie vor sechsmal höher gefördert wird als die Windkraft, obwohl sechs der zehn dreckigsten Kohlekraftwerke Europas in Deutschland stehen, obwohl die Umwelt verpestet und unwiederbringliche Rohstoffe vernichtet werden, wird der Ausbau der Windenergie durch übermäßige Bürokratie behindert. In Marburg sind in den letzten Jahren gegen heftigen Widerstand drei Windkraftanlagen gebaut worden. ·     Die GRÜNEN setzen sich dafür ein, weitere Windenergiestandorte festzulegen. Dabei ist die Berücksichtigung ökologischer Risiken, wie die Gefährdung von Tieren, Lärmemission u.a. selbstverständlich. Windkraft ist heute neben Wasserkraft die wirtschaftlichste Energie. Die solare Zukunft hat bereits begonnen. Dank des GRÜNEN Engagements seit vielen Jahren haben in Marburg viele Unternehmen und private Initiativen auf die Sonne gesetzt. In den letzten drei Jahren wurden in Marburg über drei Millionen Euro in Photovoltaikanlagen investiert. Damit wurde unsere Stadt an die Spitze Deutschlands katapultiert. Realisiert wurde dies durch ein Bürgerbeteiligungsprogramm, einer Kooperation von GeWoBau, Stadt, Stadtwerken und Privatleuten. ·     Photovoltaik bedeutet Zukunfts- und Arbeitsplatzsicherung und regionale Wirtschaftsförderung, auch deshalb werden sich die GRÜNEN für den weiteren Ausbau der Photovoltaik einsetzen. Neben Solarkollektoren werden auch Wärmepumpen zur Wärmeerzeugung, Kleinwasserkraftwerke und neue Techniken wie z.B. geothermische Kraftwerke wie auch der klimaneutrale Energieträger Holz in unserer Region immer wichtiger. ·     Unser Ziel ist es, dass die Potenziale neuer Techniken weiter erschlossen werden, damit bis zum Jahr 2010 mindestens 10% des in Marburg verbrauchten Stroms mit regenerativen Techniken vor Ort produziert werden können. ·     Wir wollen erreichen, dass die Nutzung von Sonne oder Erdwärme nicht nur in Privathaushalten, sondern auch in Wirtschaftsbetrieben integraler Bestandteil der Gebäudetechnik wird. Die Installation einer Solaranlage muss für alle Neubauten und bei jeder größeren Umbaumaßnahme zum Standard werden. ·     Wir werden uns dafür einsetzen, dass Lösungen gefunden werden, die den Einsatz der Kraft-Wärme-Kopplung sowohl für Gewerbebetriebe wie auch für Privatleute finanziell attraktiver machen. Diese Technologie eignet sich auch gut für den Einsatz nachwachsender Rohstoffe. Wir wollen den Anteil von Anlagen mit Biomassenutzung weiter steigern und erreichen, dass alte, mit fossilen Energieträgern betriebene Heizungsanlagen in städtischen Gebäuden, vor allem in Schulen, durch moderne Heizungsanlagen und Blockheizkraftwerke mit Biomassebefeuerung ersetzt werden. ·     Rapsöl muß stärker als Alternative zu Benzin, Diesel und Gas angeboten und genutzt werden. Es ist ein nachwachsender Rohstoff, kann regional erzeugt und in regionalen Ölmühle produziert werden, wie es mit dem bisher in Marburg verkauften Rapsöl bereits der Fall ist. Mit diesem Öl können Motoren auch noch in hundert Jahren betrieben werden – mit Benzin, Diesel und Gas nicht. Wir setzen uns dafür ein, dass Rapsöl verstärkt genutzt wird – wie unser GRÜNER Bürgermeister dies bereits vorbildlich tut - und dem auch ein wachsendes Angebot gegenüber steht.