BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Kreisverband Marburg-Biedenkopf

GRÜNE wollen Verantwortung übernehmen

02.02.26 –

Spitzenkandidaten Stephanie Theiss und Andreas May stellen Programm zur Kommunalwahl vor

Mit einem klaren inhaltlichen Angebot gehen die GRÜNEN im Landkreis Marburg-Biedenkopf in den Kommunalwahlkampf. Die Spitzenkandidaten Stephanie Theiss und Andreas May haben jetzt das Programm für die Kreistagswahl vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen gute Schulen, verlässliche Mobilität, wirksamer Klimaschutz und ein starker sozialer Zusammenhalt im ganzen Landkreis.

Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf den Schulen. Die GRÜNEN wollen gezielt in moderne, klimaangepasste Schulgebäude investieren, Ganztagsangebote ausbauen und die Schulsozialarbeit deutlich stärken. Ziel ist es, allen Kindern und Jugendlichen gute Lernbedingungen zu bieten – unabhängig vom Wohnort. „Viele Schulhöfe sind heute graue Betonflächen ohne Schatten oder Aufenthaltsqualität. Das ist weder kindgerecht noch zeitgemäß, sondern das Ergebnis falscher Prioritäten“, sagt Andreas May. Als Schulträger müsse der Landkreis Bildung wieder als Zukunftsaufgabe begreifen und entsprechend investieren. Gerade mit Blick auf den kommenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung brauche es verlässliche Planung und klare Entscheidungen. „Ganztag funktioniert nur mit ausreichenden Räumen, qualifiziertem Personal und guter Zusammenarbeit mit Jugendhilfe, Kultur und Sport“, betont May.

Ein weiterer Schwerpunkt ist eine nachhaltige und alltagstaugliche Mobilität. Neben dem Ausbau des Radverkehrs und eines besser getakteten Busangebots setzen die GRÜNEN auf die Reaktivierung der Salzbödebahn sowie der Ohmtalbahn. Die Machbarkeitsstudie für die Salzbödebahn liege vor, die Strecke sei förderfähig, und die Nachfrage sei hoch.
„Viele Menschen im Hinterland wollen diese Bahn – und gerade junge Leute positionieren sich sehr klar dafür“, sagt Stephanie Theiss. Die Bahn sei eine echte Chance für klimafreundliche und barrierearme Mobilität und bessere Anbindungen im ländlichen Raum. Es brauche nun konkrete Schritte durch den Landkreis, um die Reaktivierung anzugehen. „Studien zeigen, überall dort, wo eine Bahn fährt, ist das gut für die Menschen und die Wirtschaft vor Ort“, so Theiss.

Beim Klimaschutz setzen die GRÜNEN neben Klimaanpassung auf die Umsetzung präventiver Maßnahmen: Photovoltaik auf allen Kreisliegenschaften, Wärmewende voranbringen, Hochwasserschutz ausbauen und den Katastrophenschutz gut ausstatten. Ergänzt wird das Programm durch soziale Schwerpunkte: bessere Erreichbarkeit sozialer Beratung, eine starke Jugendhilfe, verlässliche Integrationsarbeit und mehr bezahlbaren Wohnraum. 

Zugleich üben die GRÜNEN deutliche Kritik an der Arbeit der aktuellen Großen Koalition im Kreistag. In den vergangenen fünf Jahren seien zahlreiche konstruktive Vorschläge aus der Opposition konsequent abgelehnt worden, ohne dass SPD und CDU eigene Projekte auf den Weg gebracht hätten. Wichtige Zukunftsfragen seien zu oft ausgesessen statt entschieden worden. Diese Politik des Stillstands habe den Landkreis Zeit und Entwicklungsmöglichkeiten gekostet.

Foto: Sabine Matzen

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