Armin Becker

Liebe Wählerinnen und Wähler,

hiermit möchte ich mich bei Ihnen/Euch als Direktkandidat von Bündnis 90/Die Grünen im Wahlkreis 12 - Marburg-Biedenkopf I vorstellen.

In der Grünen Partei bin ich seit 1989.
Zur Zeit bin ich für die Grünen in der Kreistagsfraktion Marburg-Biedenkopf aktiv und das bereits seit 15 Jahren, seit Oktober 2007 auch als Mitglied des Kreisvorstandes.

 

Mein politisches Hauptanliegen für das ich arbeiten möchte ist, dass die grüne Partei in Zukunft wieder verstärkt als arbeitnehmerfreundlich wahr genommen wird. Da ist den Grünen in den letzten Jahren doch ein klares Profil verloren gegangen. Es kann doch nicht sein, dass die Erhöhung der Produktivität in Deutschland, um 14 Prozent allein seit dem Jahr 2000, sich bei den Lohnerhöhungen nicht wieder findet. Diese Spanne plus Inflationsrate wird bei den Tarifabschlüssen seit Jahrzehnten nicht mehr ausgeschöpft. Aus der möglichen Kaufkraftsteigerung durch gerechte Löhne hätten wir jedes Jahr so erfreuliche Steuereinnahmen erzielen können, wie sie Kommunen und Landkreise derzeit verzeichnen. Dazu gehört auch die Forderung: Wer arbeitet, muss von seinem Lohn leben können! Deshalb spreche ich mich entschieden für die Einführung eines Mindestlohns aus.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Unterstützung der grünen Vision, nach der bis 2028 ganz Hessen mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt werden kann. Das kann nur mit der dezentralen Anwendung erneuerbarer Energien erreicht werden. Diese Überzeugung leitet mich persönlich seit langem, und so habe ich bereits 1990 eine thermische Solaranlage und eine Anlage zur Brauchwasser- und Regenwassernutzung auf meinem Grundstück errichtet, die nun erfolgreich seit 17 Jahren laufen. In diesem Zusammenhang versteht sich die entschiedene Ablehnung der von der hessischen Landesregierung geplanten Erneuerung und Weiternutzung der Atomkraftwerke fast von selbst.

Ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit ist die Verkehrspolitik. Seit Gründung der BRD setzt die Politik fast ausschließlich auf Straßenbau und den motorisierten Individualverkehr statt auf umweltfreundlichen Schienenverkehr, der nur ¼ des Flächenbedarfs und wesentlich weniger Energie benötigt und CO2 verursacht. Hier ist es vor allem seit den 1980er Jahren versäumt worden, den Stilllegungen des Schienensystems entgegen zu wirken. Ebenso war nie ernsthaft eine Verlagerung der Transporte auf die Schiene von Seiten der Regierenden voran getrieben worden. Anstatt das Autobahnnetz weiter auszubauen durch immer neue Lückenschlüsse, sollte man das Bahnnetz wieder für die Nutzung in der Fläche ausbauen. Das kann nur eine Bahn im Besitz des Bundes und nicht ein nach einem Börsengang auf Gewinn- und Dividendenmaximierung zurecht geschnittener Konzern, der sein Hauptgeschäft mit Gütertransport im Ausland macht.

Ich kritisiere auch ausdrücklich die Kürzung der Regionalisierungsmittel für die Schiene durch den Bund, und die nicht vollständige Kompensation durch das Land Hessen.

Im Bereich Bildung möchte ich mich auf die Förderung von Jugendlichen ohne Schulabschluss oder mit - schlechten Startbedingungen konzentrieren, damit diese nicht von der Gesellschaft fallen gelassen werden, sondern über Angebote in den Arbeitsprozess eingegliedert werden.

 

Ihr/Euer Armin Becker

 

 

 

 

Daten zur Person:

Armin Becker, 63 Jahre, verheiratet, vier Kinder (38, 36, 30, 22),
geboren, aufgewachsen und wohnhaft in Steffenberg-Obereisenhausen, Kreis Marburg-Biedenkopf, 1963 Abitur, danach Ausbildung zum Bundesbahninspektor, seit 2004 im Ruhestand. Von 1981-1989 war ich in der SPD und von 1985-89 1. Beigeordneter der Gemeinde Steffenberg. 1989 Einritt bei den Grünen und Gründungsinitiator des Grünen Ortsverbandes Steffenberg, seit 1993 Mitglied der grünen Kreisfraktion Marburg-Biedenkopf mit den Spezialgebieten Verkehr, Ver- und Entsorgung und Alternative Energien, seit Oktober 2007 Mitglied im Kreisvorstand

ar.becker@remove-this.t-online.de, Am Blosenberg 4, 35239 Steffenberg, Tel. 06464-8785