Liebe Freundinnen und Freunde,

die Auseinandersetzungen zur Aussaat gentechnisch veränderter Pflanzen in diesem Jahr haben gezeigt, dass die Meinung der Bürgerinnen und Bürger und die Absichten der Landesregierung weit auseinander gehen. Nicht nur  in unserem Landkreis wurde erkannt, dass man die massiven Protesten der Bevölkerung nicht mehr einfach ignorieren kann und und breites politisches Bündnis hat mit uns gemeinsam die Uni Gießen aufgefordert, auf den Anbau von Genmais zu verzichten. Auch in anderen Landkreisen konnten in diesem Jahr Etappensiege verzeichnet werden,  aber Firmen wie Monsanto werden es auch künftig immer wieder versuchen.

Hier muss endlich gehandelt werden: Immerhin haben sich in Europa mittlerweile mehr als 230 Regionen, über 4200 Gemeinden und andere lokale Vereinigungen und Zehntausende von Bauern und Lebensmittelherstellern als gentechnikfrei erklärt. Sie verzichten bewusst darauf gentechnisch veränderte Organismen einzusetzen. Griechenland ist komplett GVO-frei. In ganz Polen ist der Anbau gentechisch veränderter Lebensmittel verboten worden. Aber hier in Hessen halten CDU und FDP nach wie vor an dieser gefährlichen und von der Bevölkerung nicht gewünschten Wahnsinnstechnologie fest. Ich finde, auch Hessen muss endlich eine komplett gentechnikfreie Region werden und das wird nur mit uns GRÜNEN gelingen.

Ein anderes Beispiel ist  die Umweltpolitik. Hier wurde in den letzten Jahren nicht nur der dringend notwendige Klimawandel systematisch behindert, sondern auch wirtschaftliche Chancen vertan. Bei der Windkraft ist die SPD auch mit dabei. So kommt es, dass in der Regel nicht die Investoren sondern die Flächen fehlen. Kommunales und privates Interesse an einem aktiven Klima- und Lärmschutz wird auf der Ebene des Regierunspräsidenten verhindert, nicht nur bei der Windkraft, auch beim Lärmschutz oder bei Solaranlagen. Die Genehmigung einer gentechnischen Anlage dauert ein halbes Jahr, die eines Windrades drei Jahre.

Es tut sich nur dort etwas, wo die Landesregierung nichts verhindern konnte, weil die Menschen vor Ort schon längst selbst den Nutzen erkannt haben und einfach handeln. Z. B. bei der Solarthermie, Biogasanlagen, Holzpelletsheizungen oder der Photovoltaik.

Deshalb heißt es hier weitermachen. Und das Potenzial ist da. Es gibt überall vor Ort genügend  Beispiele , die zeigen, was man alles machen kann, wenn Leute motiviert sind und in erneuerbare Energien investieren. Die Kommunen unterstützen dieses Aktivitäten oft so gut sie können, haben aber in der Regel nicht die notwendigen finanziellen Mittel um ausreichend fördern zu können.

Dass dieses Engagement nicht nur der Umwelt gut tut sondern auch Arbeitsplätze bringt, können wir bei nicht nur bei uns im Landkreis zeigen. Und die Unternehmer bei uns vor Ort - und nicht nur die grünen sondern auch konservative - sagen klar, dass die Grüne Umweltpolitik in Bund und Land ihnen jedes Mal höhere Absätze gesichert hat. Hier gilt es, die Leute abzuholen, mitzunehmen und im Land die Rahmenbedingungen zu schaffen, dass wir endlich zu der Energiewende kommen, die wir so dringend brauchen.

Aber nicht nur in der Energiepolitik, auch in der Verkehrspolitik kommt es auf uns Grüne an. Wir brauchen keine großen Straßenbauprojekte, wir brauchen - nicht nur in den Ballungszentren sondern auch im ländlichen Raum -  einen guten und funktionierenden  ÖPNV. Das Busangebot muss verdichtet und vertaktet, die Bahnlinien müssen gestärkt werden.

Eine künftige Landesregierung sollte die Bahn durch praktisches Handeln stärken, den gescheiterten Versuch zur Privatisierung von Bundesvermögen beenden helfen und auf teure Straßenbauprojekte verzichten: Hier muss das Land wieder stärker in die Pflicht genommen werden.

Mein Name ist Sandra Laaz, ich bin Direktkandidatin in Marburg-Biedenkopf, habe das Votum meines Kreisverbandes und bitte euch um eure Unterstützung.

Vielen Dank.

 

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Liebe Freundinnen und  Freunde,

Landesweite Schülerproteste aufgrund verfehlter Schulpolitik

Landesweite Studierendenproteste aufgrund der Einführung von Studiengebühren

ungenannt diejenigen, die gerne protestieren wollten, aber keine Kraft mehr haben wie ehemalige Bewohnerinnen aus Frauenhäusern oder überarbeitetes Krankenhauspersonal

ungenannt die nächsten Generationen, die noch nicht protestieren können, die unter den Auswüchsen einer verfehlten Umweltpolitik und fehlenden zukunftsgerichteten Investitionen leiden werden

Die CDU Regierung legte ihren Fokus auf die Förderung der freien Wirtschaft und ließ die sozialen und ökologischen Belange weit hinter sich!

Was muss meine Generation und die Kommenden noch ausbaden ?

Zur Hessenwahl 2009  wählen 400.000 Jungwähler - bei der letzten Wahl haben wir die nicht mitgenommen ! 

Dabei sind wir Grünen die Perspektive für jungen Menschen in Hessen - meine Generation will eine nachhaltige, gerechte und zukunftsfähige Politik, die auch von jungen Politikerinnen selbst mitbestimmt wird - nicht erst in 5 Jahren sondern jetzt !

Dafür stehe und kandidiere ich.

 Als Vorsitzende der GJH sehe ich es als meine Aufgabe auch junge grüne Themen auf die politische Agenda des Landtags zu bringen. Wir fordern „Zukunftsfähige Inhalte für die nächste Generation". Die Grüne Jugend Hessen hat mir für diese Kandidatur ihr einstimmiges Votum gegeben. Für dieses Vertrauen, liebe Freundinnen und Freunde, möchte ich Euch danken!

Ein zukunftsfähiges und nachhaltiges Projekt unter meiner Beteiligung als Kommunalpolitiker war unsere bundesweit viel diskutierte Marburger Solarsatzung. Ganz unter dem Leitmotiv „Global denken - lokal handeln"  Dieses international einzigartige Projekt lassen wir uns von dem Atom- und Kohle-Lobbyisten, dem  Regierungspräsidenten in Gießen, nicht nehmen.

Vor dem Hintergrund solch starker GRÜNEN in Marburg freue ich mich sehr, das ich zur Direktkandidatin für den Landtag in meinem Kreisverband gewählt wurde.

Ich habe mich bei den Protesten gegen Studiengebühren, als Kommunalpolitikerin, bei den Blockade des G8-Gipfels in Heiligendamm, als Mitarbeiterin im Weltladen für fairen Handel und innerhalb der GJH, zusammen mit vielen Freunden und Freundinnen schon lange für eine Politik des Wandels engagiert.

Ich bin davon überzeugt, dass die Grünen ihre größten Momente hatten, wenn sie sich nicht von Umfragen, Koalitionsoptionen oder Sachzwängen haben leiten lassen, sondern von Prinzipien. Nicht von Berechnungen, sondern von Überzeugungen. Soziale Gerechtigkeit, Chancengleichheit, nachhaltig ökologische Lebensgestaltung und Teilhabe an Demokratie, dafür stehe ich.

Ich möchte 2 meiner Schwerpunkte besonders hervorheben.

Als Psychologin in einer Psychiatrie für psychisch kranke Straffällige in Haina, arbeite ich mit den Menschen, die von anderen am liebsten nicht gesehen werden. Ich kenne ihre Biographien und die Komplexität der Ursachen. Die Kombination aus 1. mangelhafter Behandlung, 2. familiärer Gewalt und 3. gesellschaftlicher Isolation und Armut führt zu einer ständigen Abwärtsspirale. Ich erfahre tagtäglich, was ein schwindender Sozialstaat hinterlässt.

In der Politik wird sich zu viel mit Symptomen und zu wenig mit den Ursachen beschäftigt.  Die CDU hat es uns in ihrem miesen Wahlkampf mit dem Thema Jugendgewalt und der irrsinnigen Forderung nach Kinderknästen wieder deutlich vor Augen geführt.  Ich setze deshalb zukunftsgerichtet auf Prävention, die früh und umfassend ansetzt und die auf Vernetzungen in der Kommune aufbaut.

Im Vorfeld handeln, heißt auch langfristig Geld einzusparen, ein Punkt, der mir gerade für die junge Generation wichtig ist. Denn wir werden die Versäumnisse der älteren Generation dann doppelt zahlen.

Als junge, berufstätige Frau zähle ich Frauenbeteiligung und Gendergerechtigkeit zu meinen weiteren Schwerpunktthemen. 25% weniger Lohn für gleiche Arbeit?! Weibliche Führungskräfte in Politik und Wirtschaft - exotische Ausnahmen?! Man mag nicht glauben, dass wir 2008 haben! Genauso ist es nicht zu tolerieren, dass dem wachsenden Wunsch der Männer nach Elternzeit in der Berufsrealität nicht Rechnung getragen.

Die heutige Generation junger Frauen will sich selbstbewusst auf allen Bereichen Familie, Beruf und Gesellschaft verwirklichen. Als grüne Politikerin sehe ich meine Verantwortung darin, diesen Frauen die nötige Infrastruktur für ihre individuellen Lebensentwürfe zu schaffen. Gleichzeitig möchte ich echte Gendergerechtigkeit: Wir müssen so hinschauen, warum in der Schule Jungen im Leistungsdurchschnitt tendenziell über die letzten Jahre abfallen.

Unsere letzte Landtagsfraktion hat sich für soziale und ökologische Politik in Hessen verdient gemacht. Die neue Legislaturperiode im hessischen Landtag steht unter der Aufgabe die sozialen Folgen der Wirtschaftskrise zu bewältigen. Auf bemerkenswerte Weise ist das ständige Streben nach Profit und die Entfesselung der Märkte erst in Verruf geraten, als die Banken abstürzten. Auf bemerkenswerte Weise waren plötzlich milliardenschwere Rettungsschirme gespannt, wo vorher Sozialträger leer ausgingen.

Die CDU möchte gerne mit Roland Koch an der Spitze die nächsten 5 Jahre weiter regieren.

Albert Einstein hat einmal gesagt, dass man „Probleme niemals mit derselben Denkweise lösen kann, durch die sie entstanden sind"- Die gesellschaftliche Krise in Hessen kann von Koch und Konsorten daher nicht gelöst werden.

Krisen sind jedoch auch immer ein Chance für eine Grundlegend andere Denkweise in der Politik. Ich bin davon überzeugt, dass wir Grünen diese neue Denkweise in die Politik bringen können. Soziale und ökologische Investitionen sind unsere richtige Antwort! Ich will dazu meinen Beitrag leisten und frische Impulse einbringen. Wagen wir gemeinsam einen Neuanfang für Hessen: Im Sinne von Nachhaltigkeit, sozialer Gerechtigkeit  Chancengleichheit und zukunftsfähiger Politik an denen junge Menschen mitwirken.

Ich heiße Angela Dorn und ich bitte um Eure Unterstützung für meine Kandidatur.

 

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