Karsten McGovern kandidiert zur Landratswahl

Die Kreismitgliederversammlung der GRÜNEN wählte am Mittwoch, 10. Oktober in Rauschenberg Karsten McGovern einstimmig zum Kandidaten für die Landratswahl die im Herbst 2013 wahrscheinlich zusammen mit der Bundestagswahl stattfinden wird.

McGovern stellte in seiner Bewerbungsrede die Hintergründe seiner Kandidatur dar. Landrat Fischbach stehe für eine weitere Wahlperiode aus Altersgründen nicht mehr zur Verfügung und er möchte gerne die zusammen mit dem Landrat erfolgreich geleistete Arbeit fortsetzen.

Schwerpunkte der Arbeit in den vergangenen Jahren seien z. B. die Familienfreundlichkeit und die präventive Jugendarbeit gewesen. Die Arbeitslosenquote sei gering, die Altenhilfe sei optimiert worden und es gebe ein vergleichsweise gutes Busnetz. Die Energiewende sei weit fortgeschritten und beim Weg zum flächendeckenden schnellen Internet sei der Landkreis mit an der Spitze, es gebe eine motivierte Kreisverwaltung und man sei der am wenigsten verschuldete Landkreis in Hessen.

Er habe als Dezernent seit 2001 eine sehr gute Vernetzung und sei auch von den MitarbeiterInnen der Verwaltung anerkannt. Die Kandidatur sei für ihn somit nur folgerichtig. Schade sei es allerdings, dass die CDU bei der Benennung von ihm als gemeinsamer Kandidat nicht über ihren Schatten gesprungen sei. Dies würden auch innerhalb der CDU Einige nicht verstehen.

Die Kandidatur sei für ihn eine Herausforderung. Zukünftige Problemfelder seien die Demografie, der Rückgang der Einnahmen, der Erhalt der Qualität der Bildung, der Umwelt- und Klimaschutz, die Gesundheitsversorgung, die Bekämpfung des Armutsrisikos, die vermehrte Zuwanderung von Migranten. Politik mit vollen Kassen machen könne jeder, aber er könne sich vorstellen, dass auch Politik mit wenig Geld Spaß machen könne.

Als seine Ziele als Landrat stellt Karsten McGovern im Bildungsbereich den Abbau von Benachteiligung bei gleichzeitiger Förderung von Höchstleistung heraus. Dazu sei die Ansiedlung eines Teilbereiches der Hochschule Mittelhessen in Biedenkopf ein Beispiel. So könnten auch Fachkräfte in der Region gehalten werden. Weitere Schwerpunkte seien die Bekämpfung der Armut, die Beteiligung der Bürger beim Ausbau der regenerativen Energien, sowohl bei der Planung wie auch der Finanzierung. Weiter gehe es um eine gute medizinische Versorgung, gute Präventionsarbeit, die Sicherheit vor Gefahren wie auch durch Rettungsdienst und Feuerwehr, die neben ihrem Kernbereich auch gute Jugendarbeit machten. Das Gewerbe im Landkreis brauche Fachkräfte und eine gute Außendarstellung die die Anwerbung unterstütze sei wichtig, ebenso wie eine gute Anbindung bei Schiene und Straße. Ein weiteres Ziel sei die Umsetzung des Gender-Budgeting und -mainstreaming. Im Umgang aller Agierenden wolle er Gemeinsamkeit statt parteipolitischer Profilierung und das zusammen mit den BürgerInnen. Stichworte dazu seien Bürgerhaushalt und Teamarbeit. Abschließend stelle er sich noch mit seiner Biografie der Versammlung vor.

Auch McGoverns KollegInnen aus den umliegenden Landkreisen waren zur Mitgliederversammlung gekommen. So die Kreisbeigeordnete Dr. Chriustiane Schmal aus dem Landkreis Gießen. Gerda Weigel-Greilich würdigte als Bürgermeisterin der Stadt Gießen die Arbeit Karsten Mc Governs in der grünen Fraktion der Regionalversammlung. Helmut Betschel-Pflügel, Karstens Kollege als 1. Beigeordneter des Wetteraukreises stellte die hohe Kompetenz des Kandidaten heraus und Günter Kaufmann-Ohl, 1. Kreisbeigeordneter des Lahn-Dill-Kreises wies darauf hin, dass es auch für Karsten wichtig sei und bleiben müsse, die Familie von der Arbeit abzugrenzen.

Aus der Landtagsfraktion waren neben der heimischen Abgeordneten Angela Dorn die die Leistungen und die fachliche Qualität der Arbeit von Karsten McGovern in den Fokus stellte auch Jürgen Frömmlich, Landtagsabgeordneter aus dem Kreis Waldeck-Frankenberg, anwesend. Er hatte bereits vor Jahren in der Grünen Geschäftsstelle in Marburg mit Karsten McGovern zusammen gearbeitet. Für ihn zählt vor allem, dass Karsten McGovern authentisch sei. 

Heinz Palz-Gerling bewertete Karstens Arbeit aus den Zusammenhängen der Jugendhilfe heraus als überaus engagiert und für Matthias Matzen vom OV Wetter ist die Fähigkeit Karstens zum  Ausgleich auch gegenläufiger Interessen wichtig. Michael Vaupel vom gastgebenden OV Rauschenberg stellte heraus, dass er anfangs gegen eine Kreiskoalition mit der CDU gewesen sei, dass ihn dann aber die Arbeit Karstens und der Fraktion überzeugt habe.

Von den 45 stimmberechtigten Mitgliedern votierten anschließend 44 für McGovern, ein Mitglied enthielt sich der Stimme. Dach den dankenden Worten des Kandidaten überreichte Angela Dorn einen Präsentkorb mit Produkten „made in MR-BID“ die alle auch einen Bezug zu Karsten McGovern haben.

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