
31.08.26 –
Beschluss:
Der Kreisausschuss wird vom Kreistag beauftragt, gemeinsam mit den zuständigen Fachbereichen der Kreisverwaltung eine überarbeitete Version des Hitzeaktionsplans zu erstellen. Hierbei sind folgende Punkte besonders zu beachten:
Die überarbeitete Version wird den zuständigen Ausschüssen des Kreistages bei Fertigstellung vorgestellt.
Der Kreisausschuss wird zudem aufgefordert, den zuständigen Ausschüssen über den Stand der Umsetzung und das Monitoring der Maßnahmen des Hitzeaktionsplans zu berichten. Insbesondere über:
Begründung:
Durch die Klimakrise werden extreme Hitzeereignisse immer häufiger, länger und intensiver. Allein in diesem Sommer hat der Deutsche Wetterdienst bis zum Einreichen dieses Antrags an insgesamt 14 Tagen Warnungen für Hitze oder extreme Hitze im Kreis herausgegeben. Der Allzeittemperaturrekord im Landkreis wurde mit 39,4 °C am 27.06.2026 überschritten.
Die Auswirkungen dieser extremen Hitze sind erschreckend: Das Robert-Koch-Institut schätzt bis zur KW 32 mindestens 12.500 hitzebedingte Todesfälle. Extreme Hitze und Trockenheit setzen auch Ökosysteme und Tiere unter erheblichen Stress, belasten Gewässer und Böden und gefährden die biologische Vielfalt. Auch die Wirtschaft ist betroffen: Eine Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales berechnet
die deutschlandweiten Kosten eines Hitzetages (≥30°C) auf rund 431 Millionen Euro.
Der Landkreis hat mit dem Hitzeaktionsplan bereits ein Konzept zum Umgang mit extremer Hitze erstellt. Dieser sieht unter anderem eine regelmäßige und kontinuierliche Weiterentwicklung vor. Die außergewöhnliche Hitzebelastung des Jahres 2026 bietet Anlass, die Wirksamkeit und Umsetzung des bestehenden Hitzeaktionsplans kritisch zu überprüfen. Aus Sicht der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen - Klimaliste darf der Hitzeaktionsplan kein statisches Konzept bleiben. Er muss den sich verändernden Bedingungen der Klimakrise Rechnung tragen und auf Grundlage der gewonnenen Erfahrungen kontinuierlich weiterentwickelt werden.
Der vorliegende Antrag zielt darauf ab, den Hitzeaktionsplan auf Grundlage der Erfahrungen des Hitzesommers 2026 weiterzuentwickeln und bestehende Lücken zu schließen. Gleichzeitig soll durch den Bericht des Kreisausschusses über die Umsetzung und das Monitoring der bisherigen Maßnahmen Transparenz über die bisherige Umsetzung und das Monitoring geschaffen werden Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, den Hitzeschutz im Landkreis Marburg-Biedenkopf gezielt weiterzuentwickeln.
gez.
Johannes Neuhaus, Dr. Tanja Frank
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN - Klimaliste
mit Wahlen zum Kreisvorstand, anschließend Umtrunk
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