BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Kreisverband Marburg-Biedenkopf

Gasgräberstimmung auch im Landkreis Marburg-Biedenkopf?

Fracking - wie groß ist die Gefahr?

Unter diesem Thema stand die Veranstaltung der GRÜNEN Kreistagsfraktion am Dienstag, 16. Oktober in Rauschenberg. Über 50 Interessierte konnte Reiner Nau, der die Veranstaltung moderierte, in Bracht begrüßen. In seinen einführenden Worten stellte er heraus, dass sich der Kreistag bereits am 4. Mai einstimmig gegen das Fracking im Landkreis ausgesprochen habe.

Michael Vaupel, der sich am 28. Oktober der Stichwahl für das Bürgermeisteramt in Rauschenberg stellt, konnte auch für das Stadtparlament Rauschenberg von einer einstimmigen Ablehnung berichten.

Es folgten die Ausführungen Rudolf Schäfers, Mitglied des BUND Landesvorstandes aus Frankenberg, der sich dem Thema Fracking verschrieben hat. In einer sehr ausführlichen Präsentation widmete er sich den folgenden Themen:

•Was soll geschehen?
•Wo soll untersucht werden? Das Aufsuchungsfeld  Adler South
•Wer ist der Antragssteller?
•Was ist unkonventionelle Erdgasförderung (Fracking)?
•Umweltrisiko
•Flächeninanspruchnahme
•Gefahr durch Frac-Fluide
•Haftung
•Green"-Fracking?
•Schlechtere Klimabilanz durch unkonventionelles Erdgas
•Abfackeln
•Unsere Forderungen
•Demo und Anhörung
•Aktiv werden

Hier können Sie die Präsentation von Rudolf Schäfer als PDF (9,8 MB) herunter laden.

Im Anschluss gab Angela Dorn-Rancke, GRÜNE Landtagsabgeordnete aus Marburg und Sprecherin für Sprecherin für Umwelt, Energie und Klimaschutz einen Überblick über den derzeitigen Stand aus Landessicht.

Nach Auffassung der Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat die Anhörung des Umweltausschusses zum Thema Fracking Anfang Oktober die Dimension an unkalkulierbaren Risiken dieser Methode, Erdgas zu fördern, deutlich vor Augen geführt. Die Experten hätten das Risiko für das Grundwasser, die Problematik der Entsorgung giftiger Abwässer und anderer noch nicht bewertbarer Fragestellungen deutlich gemacht. "Die GRÜNEN sind in ihrer ablehnenden Haltung gegenüber Fracking bestärkt worden und teilen die Auffassung der vielen besorgten Bürgerinnen und Bürger. Sie lehnen vor allem Experimente mit dem Grundwasser ab“, machte Angela Dorn deutlich.

Sie betonte, dass mehrfach das Moratorium in Nordrhein-Westfalen gelobt worden sei. Die Landesregierung müsse endlich ihre Möglichkeiten nutzen, und auch für Hessen ein Fracking-Moratorium aussprechen. Das Anwaltsbüro Gaßner habe deutlich gemacht, wie gut man hier den „Hebel des Wasserrechts“ ansetzen könne. Das von Umweltministerin Puttrich (CDU) ausgesprochene Mini-Moratorium, das bis Anfang 2013 gelten solle, reicht den GRÜNEN nicht aus. Bis Anfang 2013 sollen Gutachten zur speziellen hessischen Situation und den Fragen der möglichen Einflussnahme von Kommunen vorliegen.

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